Wie handelt man eine hohe Abfindung aus?
Wenn eine arbeitgeberseitige Trennung auf einen zukommt, ist man schnell geneigt, das Ausscheiden aus dem Unternehmen oder den eigenen Abgang möglichst teuer für den Arbeitgeber zu gestalten und eine hohe Abfindung auszuhandeln. Die Abfindung ist sicher wichtig, aber Geld schafft keinen neuen Job.
Werden Sie mit einer solchen Situation konfrontiert, steht die Führungskraft – Sie – erstmal unter Schock, selbst wenn man vielleicht mit so etwas gerechnet hat. Für die meisten Arbeitnehmer ist so eine Lage ein Novum und man hat keine Erfahrung darin, was alles eine Rolle spielt, was zu beachten ist und welches Spektrum an Themen für eine optimale Trennung berücksichtigt werden können oder sogar müssen.
Verschiedene Interessen im Falle einer Trennung
Kommt es zu einer arbeitgeberseitig initiierten Trennung, gibt es meist eine Dreiecksbeziehung: Die Führungskraft, der Anwalt, die Personalabteilung. Der Fokus des Anwalts liegt auf den rechtlichen Aspekten einer Trennung. Die Personalabteilung will "die Kuh schnellstmöglich vom Eis" bekommen. Um die Zeit nach der Trennung von der Führungskraft kümmern sich beide eher wenig – obwohl das das Wichtigste sein sollte, um das es geht.
Bei vielen Klienten, die ich bisher bei ihrer beruflichen Neuorientierung unterstützen durfte, haben nach meiner Einschätzung sehr viele ihre Aufhebungsvereinbarung vertraglich nicht optimal gestaltet. Sie haben wichtige und sinnvolle Aspekte nicht berücksichtigt – zu ihrem Nachteil.
Welche Fragen/ Themen/ Punkte im Aufhebungsvertrag unbedingt geregelt werden müssen
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Dauer der Freistellung. Warum eine längere Zeitspanne so wichtig ist!
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Gestaltung der Abfindung. Welche Komponenten fließen alle dort mit ein?
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Abschlusszeugnis bzw. Zwischenzeugnis. Wer schreibt es, wann und mit welchem Tenor? Warum nur die "Note" zu wenig ist!
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Outplacement Kosten. Hier hat es wichtige steuerliche Änderungen gegeben.
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Familienabsicherung
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Diverse steuerliche Aspekte mit erheblichen finanziellen Auswirkungen
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Referenz im Unternehmen
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Trennungsstory
Meine Empfehlung: Suchen Sie sich in jedem Fall einen Berater mit Expertise auf berufliche Neuorientierung von Führungskräften, der mit Ihnen Ihre individuelle Situation im Blick hat, sich für Sie einsetzt und Ihren Neustart proaktiv begleitet. Der Anwalt sollte unbedingt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht sein und idealerweise auf Führungskräfte spezialisiert sein.
Das hier ist natürlich keine rechtlich relevante Informationsseite, sondern es sind rein praktische Hinweise.
Steht bei Ihnen ein "fremdmotivierter Wechsel" an, dann sollten Sie die Jobpotentiale des verdeckten Arbeitsmarktes unbedingt kennen (lernen). Bis zu 60% meiner Kunden erhalten allein über diesen Weg eine neue und vor allem adäquate Position, ich nenne ihn "Nachfrage nach sich selbst erzeugen oder Kaltakquise in eigener Sache". Hier erfahren Sie exclusive Insights zu den:
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Neun weitere, wichtige Aspekte für die berufliche Neuorientierung von Führungskräften (50+) finden Sie in meinem VIDEO-RATGEBER.
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